Wir sind eine "Schule mit Courage"

Kategorie: Aktuelles-2020

In einer Feierstunde am Freitag, den 31.01.2020 verlieh der Leiter der Landeszentrale für politische Bildung Dr. Erik Harms-Immand der Schule am Limberg den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Als 54. saarländische Schule dürfen wir den Titel tragen und engagiert gegen Rassismus und „Diskriminierung von Menschen wegen ihres Glaubens, des Geschlechts und der sexuellen Orientierung, der Hautfarbe und Herkunft, der Behinderung, der Schulart, der Nationalität und was auch immer“ eintreten.


Gerade in der heutigen Zeit ist es aufgrund des stärker werdenden Populismus und der rechten Tendenzen in unserer Gesellschaft wichtig geworden, dass Schülerinnen und Schüler sich frühzeitig mit Diskriminierung und Rassismus auseinander setzen. So erklärte die Projektgruppe in ihrer Rede nicht nur ihr Vorgehen, auf dem Weg zur Schule mit Courage, sondern sprach auch davon, dass sie sich zu Beginn überlegt haben, was sie „als kleine Gruppe erreichen können“. Für sie war klar, dass „Rassismus an unserer Schule keinen Platz haben darf“, dass „Schüler Courage zeigen sollen und sich einsetzen sollen, wenn sie Rassismus bemerken“ und dass es wichtig ist, im Kleinen an der Schule zu beginnen, um in der Gesellschaft etwas zu erreichen. Und so wurde die Arbeit mit Unterrichtsprojekten gestartet, die sich mit Hilfe von Kunst-Installation dem Thema nähern, aber auch die Auseinandersetzung mit dem Thema im Rahmen des Unterrichts wurde intensiviert.
Der Pate Bürgermeister Horst Trenz betonte in seiner Rede, dass er seine Aufgabe nicht allein darin sieht, als Taufpate bei der Verleihung des Titels dabei zu sein, sondern sich auch „als Pate einbringen“ will und sein „Patenkind begleiten“ möchte. Möglich ist dies z.B. bei gemeinsamen Aktionen der Gemeinde und der Schule oder auch, wenn Schülerinnen und Schüler das in der Schule Erlebte in ihre Orts-Vereine und Jugendgruppen tragen, wie es Dr. Erik Harms-Immand ansprach und die Wahl des Bürgermeisters als Paten lobte: „Dieser Titel macht nicht an der Grenze des Schulgeländes halt. Er soll und muss in das Umfeld: die Familie, die Vereine und die Gemeinde.“
Dass Toleranz ein wichtiger Pfeiler der Schule ist und immer wieder zum Thema gemacht werden muss, sprach der Schulleiter Dr. Andreas Jungbluth in seiner Rede an.
Die Schülerinnen und Schüler zeigten, wie bunt und vielfältig sie sind, in dem sie sich ein abwechslungsreiches Programm überlegt hatten: französische und englische Lieder, gesungen von der Klassenstufe 7, der Schulband und der gesamten Schule, aber auch ein Mariechentanz von Emily Höppner aus der Klasse 5.2 (Faasend Rebellen).
Durch das Programm führte die Projektgruppe, die mit ihrem Engagement dafür gesorgt hat, dass die Schule am Limberg nun Teil des Netzwerks von über 3300 Schulen bundesweit sein darf. Nun beginnt die eigentliche Arbeit und das Projekt wird dauerhaft von der Schulgemeinschaft verfolgt. Unterstützung bieten neben der Initiative selbst, die Netzwerkpartner wie das Adolf-Bender-Zentrum e.V., das Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V., der Lesben- und Schwulenverband Saarland e.V., Ramesch – Forum für interkulturelle Begegnungen e.V. und der Landesjugendring Saar e.V..

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